DER BEAUFTRAGTE
Dr. Ludwig Spaenle wurde im Mai und November 2018 vom Bayerischen Ministerpräsident zum Beauftragten für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe ernannt.
Ende 2023 wurde er in seinem Amt auf weitere fünf Jahre bestätigt. In der Beauftragung kommt zum Tragen, was ihn bewegt, die Darstellung und Förderung des jüdischen Lebens in Bayern und Maßnahmen gegen Antisemitismus und Judenhass.
Er steht für Anstrengungen zur Erinnerungsarbeit und des geschichtlichen Erbes in einem umfassenden Sinne.

Dr. Ludwig Spaenle, Staatsminister a.D.
Beauftragter der bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe
SEINE AUFGABEN
Dr. Ludwig Spaenle wurde von der Bayerischen Staatsregierung für die neue Regierungsperiode als Beauftragter für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe in seinem Amt bestätigt. Mit der Bestätigung im Amt sind mehrere Veränderungen verbunden.
1 Mit der Wiederbestellung erfolgt auch eine neue organisatorische Zuordnung – nämlich zur Bayerischen Staatskanzlei.
2 Intensiviert wird die unmittelbare Zusammenarbeit des Antisemitismusbeauftragten mit dem Bayerischen Büro in Tel Aviv. Sie wird so ausgestaltet, dass der Antisemitismusbeauftragte unter Beibehaltung der Zuständigkeit in der Staatskanzlei auch fachlich zuständig wird für die Aufgaben des Büros. Dazu wird das Bayerische Büro in Tel Aviv beauftragt, ihn unmittelbar zu unterstützen.
3 Wie bisher bleibt Dr. Spaenle auch der Ansprechpartner für die Sinti und Roma in Bayern.
Die Geschäftsstelle wurde angesichts der gesellschaftlichen und politischen Situation in Bayern und Deutschland sowie der damit verbundenen Zunahme an Aufgaben personell aufgestockt.
Diese Neuordnung fußt auf einem Beschluss des Bayerischen Kabinetts vom 14. November 2023. Bekanntmachung
Kontakt: antisemitismusbeauftragter@stk.bayern.de
Rechtsgrundlagen
Jüdisches Leben in Bayern zu fördern und sich antisemitischem Handeln entgegenzustellen, das sind die beiden Hauptaufgaben, die Dr. Ludwig Spaenle von der Bayerischen Staatsregierung übertragen wurden. Geschichts- und Erinnerungsarbeit sind die beiden anderen Schwerpunkte seiner Beauftragung. Mit der erneuten Beauftragung im November 2023 setzt die Bayerische Staatsregierung damit ein deutliches Zeichen, dass es ihr ein zentrales Anliegen ist, dass Jüdinnen und Juden in Bayern gern leben wollen. Mittlerweile haben die anderen Bundesländer ebenfalls Antisemitismusbeauftragte oder Beauftragte für jüdisches Leben eingesetzt – auch als Ansprechpartner für Jüdinnen und Juden. Um die Maßnahmen von Bund und Ländern im Bereich der Antisemitismus-Bekämpfung möglichst gut zu koordinieren, wurde im Sommer 2019 eine ständige Bund-Länder-Kommission zur Bekämpfung von Antisemitismus beschlossen und eingerichtet. Darin vernetzen sich die Beauftragten des Bundes und der Länder. Dr. Spaenle ist zudem Mitglied der „Working Group on Antisemitism“ der EU-Kommission. Diese wurde nach der Verabschiedung einer Erklärung gegen Antisemitismus durch den Rat der Europäischen Union im Dezember 2018 gebildet. In der „Working Group“ entwickeln Vertreter nationaler Regierungen, Antisemitismusbeauftragte, jüdische Organisationen sowie internationale Organisationen ganzheitliche Konzepte, um die vielfältigen Formen von Antisemitismus zu bekämpfen und ihre Ausbreitung zu verhindern. Kontakt: antisemitismusbeauftragter@stk.bayern.de
Zentrale Papiere

„Für eine Kultur des Hinschauens“
Rechenschaftsbericht 2018 – 2023 Am 18. April 2023 hat der bayerische Antisemitismusbeauftragte Dr. Ludwig Spaenle im Ministerrat Rechenschaft über seine Arbeit in den vergangenen fünf Jahren abgelegt, wie es das Gesetz über die Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung vorsieht. Im Folgenden finden Sie seinen Rechenschaftsbericht.

„Wissen gegen Judenhass“
Konzept zur strategischen Prävention gegen Antisemitismus in Bildung und Wissenschaft, Ehrenamt und öffentlichem Dienst Drei Handlungsfelder sind entscheidend: Solidarität mit Jüdinnen und Juden, Prävention gegen Judenhass und Antisemitismus und Repression gegen Menschen, die antisemitische Straftaten verüben. Eine zentrale Rolle kommt der Präventionsarbeit, kommt damit Bildung und Wissen zu. Genau hier setzt das Konzept der strategischen pädagogischen Antisemitismusprävention an.
„Zeit für Klarheit“
10-Punkte-Papier für die praktische Solidarität mit Israel und jüdisches Leben in Deutschland Das Dokument analysiert die aktuelle Lage jüdischen Lebens in Bayern und beschreibt die daraus resultierenden Aufgaben für Staat und Gesellschaft. Im Fokus stehen die Dokumentation antisemitischer Vorfälle, die Weiterentwicklung präventiver Bildungsangebote sowie die Vernetzung zivilgesellschaftlicher Akteure. Es legt die fachlichen Grundlagen für eine koordinierte Strategie dar, um Judenhass strukturell zu begegnen und die Sicherheit jüdischer Gemeinden zu erhöhen.
Persönliche Angaben
geboren am 16.06.1961 in München verheiratet, zwei Töchter Konfession: römisch-katholisch
Biographie
Abitur 1980. Studium der Geschichte und kath. Theologie. M.A. 1985, Dr. phil. 1989. Arbeiter der Deutschen Bundesbahn 1979-1990. Seit 1990 Fernsehredakteur, Bayerischer Rundfunk. Von 1994 bis 2018 und von 2020 bis 2023 Mitglied des Bayerischen Landtags. Von 2008 bis 2013 Staatsminister für Unterricht und Kultus, 2013 bis 2018 zusätzlich Staatsminister für Wissenschaft und Kunst. 2019 Co-Vorsitzender der Bund-Länder-Kommission der Antisemitismus-Beauftragten. Mitglied im Kuratorium der Ludwig-Maximilians-Universität München, im Kuratorium des Instituts für Bayerische Geschichte, im Kuratorium der Stiftung Jugendaustausch Bayern, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Wertebündnis Bayern. Mitglied u.a. Freiwillige Feuerwehr, Sudetendeutsche Landsmannschaft, NS-Dokumentationszentrum München.











